United Soloists Orchestra

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Was steht im technischen Rider eines Orchesters — und wie USOs eigene Technik deine Kosten senkt
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Was steht im technischen Rider eines Orchesters — und wie USOs eigene Technik deine Kosten senkt

Arseniy Shkaptsov

Der technische Rider eines Orchesters listet auf, was eine Show an Bühne, Strom, Ton, Monitoring und Licht braucht; der Hospitality-Rider deckt Hotels, Verpflegung, Garderoben und Transport ab. Weil das United Soloists Orchestra sein eigenes Pult, seine In-Ears, Mikrofone und Backline besitzt und mit dem Bus mitbringt, muss ein Veranstalter vor Ort weit weniger mieten — dein Rider-Aufwand und deine Kosten sinken deutlich.

Hinter der Bühne: USOs Technik-Aufbau und Soundcheck. Video & Fotografie: AK Photography (Andrey Klimontov).

Was ist der technische Rider eines Orchesters — und warum bestimmt er dein Budget?

Der technische Rider ist das Dokument, das einem Veranstaltungsort genau sagt, was eine Show zum Laufen braucht: Bühnengrösse und Podeste, Strom, PA, Monitore oder In-Ears, Mikrofone, Licht und Backline. Er bestimmt dein Budget, weil jede Position, die der Act nicht selbst mitbringt, zu etwas wird, das du vor Ort mietest, transportierst oder organisierst.

Deshalb zählt wem die Technik gehört bei einer Tour-Buchung fast mehr als alles andere. Zwei Dokumente regeln jeden USO-Termin — ein technischer Rider und ein Hospitality-Rider — und USO hält beide bewusst schlank, weil das Orchester selbst ausgestattet mit dem Bus reist. Der Rest dieses Artikels zeigt, was auf jedem der beiden steht — und wo deine lokalen Kosten verschwinden.

Was steht tatsächlich auf USOs technischem Rider?

Auf USOs technischem Rider reist das Orchester mit eigenem FOH- und Monitorpult, Waves-Servern, einem kompletten 5,8-GHz-In-Ear-System und seinen spezialisierten Streicher- und Gesangsmikrofonen. Vom Veranstaltungsort verlangt es die grossen, unbeweglichen Dinge: eine Bühne mit vier passend dimensionierten Podesten, eine professionelle PA, Wedges und eine komplette Lichtanlage.

Was USO selbst mitbringt — die Teile, die du nicht mieten musst

Das ist der Block, der die teuersten lokalen Mieten auf null setzt. USO reist mit:

  • Pulte & Signalverarbeitung: die Option, sein eigenes FOH-Pult mitzubringen, sein eigenes Monitorpult für die Bühne — ein Behringer Wing mit vorkonfigurierten Szenen — und seine eigenen Waves-Prozessierungsserver, sodass der komplette Monitor-Mix schon fertig programmiert ankommt.
  • In-Ear-Monitoring: ein komplettes IEM-System auf einem 5,8-GHz-Netzwerk mit Verstärkerantennen, abgestimmt auf ein volles Orchester auf der Bühne.
  • Streicher- & Gesangsmikrofone: spezialisierte Kontaktmikrofone für die gesamte Violinengruppe (Schertler DYN V P48), kabelgebundene Gesangsmikrofone für Locations unter 1'000 Plätzen sowie allgemeine Produktionsmikrofone.

Was USO vom Veranstaltungsort verlangt

Die Seite des Veranstaltungsorts ist bewusst auf die schwere, feste Infrastruktur beschränkt, die es nie sinnvoll macht, sie über die Grenze zu transportieren:

  • Bühne & Podeste: mindestens 10×5 m (idealerweise 14×10 m) mit vier Podesten — Schlagzeug (2×2 m), Percussion (2×2 m), Bläser (3×2 m) und ein Podest für den Dirigenten (1×1 m, 20 cm hoch).
  • PA & Audio: eine professionelle PA (z. B. L-Acoustics oder d&b), sauber bis 112 dB am FOH ohne Verzerrung, Frontfills sowie 3× CAT6-Leitungen von der Bühne zum FOH.
  • Monitore: zwei bis drei hochwertige, biamped Wedges (z. B. L-Acoustics HiQ oder d&b M2), plus Sidefills für Locations über 1'000 Plätze.
  • Stative & Hardware: alle Mikrofonstative (4 grosse, 7 kleine Galgenstative), Netzwerkkabel, XLR- und Subsnakes, 4× Funk-Gesangsmikrofone für grosse Locations sowie Clip-Mikrofone (DPA 4099 oder AT PRO35) für Bläser und Percussion.
  • Licht: ein grandMA3-Steuerpult, 7 Beam- und 5 Wash-Moving-Lights, 22+ LED-Farbscheinwerfer, 12 Standard-FOH-/Backlights, zwei ETC-Profilscheinwerfer für den Dirigenten, eine Hazer-Maschine und eine Spiegelkugel. Beim Strom braucht es eine eigene Leitung und 12 Dimmerkanäle (2,4 kW DMX).
  • Backline (nur falls USO seine eigene nicht mitschickt): ein High-End-Schlagzeug (Tama, DW), Bass-DI-Box und -Ständer, zwei Gitarrenverstärker (Marshall, Peavey oder Mesa Boogie), 20 Notenständer mit Lampen, ein Keyboard sowie 230 V-10/16-A-Vierfach-Stromabgänge.

Auf dem Papier liest sich das nach viel, aber entscheidend ist die Aufteilung: Der Veranstaltungsort liefert Struktur sowie die Haus-PA und -Beleuchtung, während USO die kniffligen, showspezifischen Elektronikteile mitbringt, die am schwersten und teuersten lokal zu beschaffen sind. Der vollständige, aktuelle Rider liegt beim Produktionsteam — fordere ihn über die Seite für Veranstalter an.

Was verlangt USOs Hospitality-Rider?

Der Hospitality-Rider ist bewusst schlank. USO verlangt 4-Sterne-Hotels innerhalb von 30 Minuten vom Veranstaltungsort, Hotelfrühstück, warme Mahlzeiten oder einfaches Backstage-Catering, saubere, abschliessbare Garderoben mit einem eigenen Raum für den Dirigenten sowie einen Reisebus für Flughafen- und Hoteltransfers. Ist Catering zu aufwendig? Dann funktioniert auch eine bescheidene Ablösesumme.

  • Unterkunft: mindestens 4-Sterne-Hotels, höchstens 30 Minuten vom Veranstaltungsort entfernt. Die Zimmerliste ist konkret — typischerweise 6 Einzel-, 10 Doppel- und 1 Dreibettzimmer für die Tourbesetzung.
  • Verpflegung: Hotelfrühstück, dazu warme Mahlzeiten oder einfaches Backstage-Catering — Sandwiches, frisches Obst, gemischte Nüsse, lokales Bier und Wein, Softdrinks und Wasser.
  • Garderoben: saubere, abschliessbare Räume für Orchester und Band, ein eigener Raum für den Dirigenten, Spiegel, mindestens 25 frische Handtücher, Kleiderständer sowie ein Dampfgerät oder Bügeleisen.
  • Bodentransport: ein privater Reisebus für Flughafentransfers sowie ein täglicher Bus, wenn das Hotel mehr als einen kurzen Fussweg vom Veranstaltungsort entfernt liegt.

Der pflegeleichte Teil, den Veranstalter schätzen: Wenn warme Mahlzeiten vor Ort einfach zu schwer zu organisieren sind, akzeptiert USO gerne eine bescheidene Ablöse von CHF 30 pro Person und Mahlzeit. Kein Drama, keine ausufernden Backstage-Wünsche.

Wie senkt USOs eigene Technik die Kosten eines Veranstalters?

Weil USO seine Technik besitzt, verschwinden ganze Mietpositionen einfach aus deinem Budget. Bei einer eingeflogenen Pops-Symphony-Show muss ein Veranstalter normalerweise eine komplette Funk-Monitor-Welt mieten — 13 Stereo-IEM-Sender, 18 Empfänger, ein fortschrittliches Bühnen-Monitorpult und Clip-Mikrofone für die gesamte Streichergruppe. Bei USO ist diese Position gleich null — alles kommt vorkonfiguriert mit dem Bus an.

Genau bei dieser Monitor-Welt laufen Pop-Symphony-Budgets still und leise aus dem Ruder. In vielen Städten sind die konkreten Pakete knapp, sodass ein lokaler Anbieter sie mit Aufschlag zumietet — und am Show-Tag muss trotzdem jemand alles von Grund auf patchen und programmieren. So viel streicht ein selbst ausgestatteter USO-Termin von deiner Mietliste:

  • 13 Stereo-IEM-Sender und 18 Empfänger — das komplette Funk-In-Ear-Netzwerk für das Orchester.
  • Ein fortschrittliches Bühnen-Monitorpult — USOs eigener Behringer Wing kommt mit jeder Szene bereits fertig eingerichtet an.
  • Spezialisierte Mikrofone für die Streichergruppe — die Kontaktmikrofone pro Pult für die Violinen, die teuer und in Stückzahl schwer zu beschaffen sind.

Vorher: Du mietest die IEM-Anlage, das Monitorpult und die Spezialmikrofone für die Streicher und bezahlst dann eine Crew, die alles einrichtet. Nachher: Diese Position ist null, das Patchen geht schneller, und es gibt für einen lokalen Anbieter deutlich weniger, was schiefgehen kann. Das ist der ganze Business Case für Veranstalter in einem Satz — deshalb beginnt jedes Gespräch mit USO mit dem Rider, nicht mit dem Plakat.

Wie viele Leute touren mit USO, und wie schnell geht der Aufbau?

Eine USO-Tourbesetzung skaliert mit dem Programm — von 15 bis 60 Personen, typischerweise 29 bis 35 bei einer Pops-Symphony-Show: rund 25 Musiker, der Dirigent, ein Produktions-/Tontechnik-Manager, ein Fotograf und ein paar technische Assistenten. Die Technik reist per Tourbus und Transporter, und der Veranstaltungsort braucht nur drei lokale Crewmitglieder.

Trotz der Grösse des Orchesters ist USO bei der lokalen Arbeitskraft wirklich schlank. Es verlangt vom Veranstaltungsort nur drei Crewmitglieder: einen Audio-System-Techniker, einen Bühnenassistenten und einen Licht-Support-Techniker.

So sieht ein typischer Showtag aus:

  1. 11:00 — Aufbau beginnt (Techniker brauchen für Ein- und Aufbau meist zwei bis drei Stunden).
  2. 14:00–16:00 — Probe und Soundcheck (rund zwei Stunden).
  3. 20:00 — Einlass und Show.

Diese Verlässlichkeit ist das direkte Ergebnis davon, Stadt für Stadt mit demselben, selbst besessenen Equipment zu touren: Die Crew baut einen Aufbau, den sie kennt, wieder auf — nicht eine Mietanlage, der sie noch nie begegnet ist.

Was beweist USOs Tour-Bilanz?

USOs Zahlen bestätigen den Aufbau: 29 aufeinanderfolgende ausverkaufte Konzerte über 2025 und Anfang 2026, exakt 20'717 verkaufte Tickets und eine Chinatournee mit 14 Konzerten durch Städte wie Wuhan, Nanjing und Shenzhen. Für China reduzierte das Orchester auf ein reines klassisches Setup und verlangte nur grosse Instrumente und Notenständer.

So beschreibt das Orchester selbst diese Flexibilität: In China reiste es mit einem rein klassischen Setup — keine Mikrofone, keine Monitore, keine Verstärker. Von den lokalen Partnern verlangte es nur die grossen Instrumente (Kontrabässe, Celli, Percussion, Klavier, Harfe) und Notenständer; die Musiker brachten ihre persönlichen Instrumente mit, und das war's.

Ticino Welcome (17. Aug. 2025) nannte USO “l'ensemble che rivoluziona la musica in Europa” — das Ensemble, das die Musik in Europa revolutioniert.

So kann dasselbe Orchester für ein Pop-Symphony-Spektakel voll ausgestattet anreisen oder für ein klassisches Programm leicht reisen — und es strebt 2026–2027 18 bis 25 Konzerte pro Jahr in der Schweiz an. Das Pressedossier, offizielle Dokumente und den kompletten Show-Katalog findest du auf der Seite für Veranstalter, die Angebote für private Buchungen unter Services.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen technischem Rider und Hospitality-Rider?

Der technische Rider deckt alles ab, was für die Show gebraucht wird — Bühne, Strom, PA, Monitore, Mikrofone, Licht und Backline. Der Hospitality-Rider deckt die Menschen ab — Hotels, Verpflegung, Garderoben und Bodentransport. Zusammen legen sie fest, was ein Veranstalter vor Ort organisieren muss.

Was bringt USO selbst mit, und was stellt der Veranstaltungsort?

USO bringt sein eigenes FOH- und Monitorpult (ein mit Szenen geladener Behringer Wing), ein komplettes 5,8-GHz-In-Ear-System, Waves-Prozessierung sowie spezialisierte Schertler-Streicher- und kabelgebundene Gesangsmikrofone mit. Der Veranstaltungsort stellt die grossen, fixen Elemente: die Bühne und vier Podeste, eine professionelle PA, biamped Wedges, eine grandMA3-Lichtanlage und — wo USO sie nicht selbst mitbringt — die Backline.

Wie viel lokale Crew braucht USO?

Nur drei Personen: einen Audio-System-Techniker, einen Bühnenassistenten und einen Licht-Support-Techniker. Ein- und Aufbau dauern etwa zwei bis drei Stunden, dazu kommen rund zwei Stunden für Probe und Soundcheck vor einer Abendshow.

Kann USO seinen Rider für eine rein klassische oder kleinere Show anpassen?

Ja. Auf seiner Chinatournee reiste USO mit einem rein klassischen Setup — ohne Mikrofone, Monitore oder Verstärker — und verlangte nur grosse Instrumente und Notenständer. Die Gruppengrösse skaliert je nach Programm von 15 bis 60 Personen, sodass sich der Rider dem Format anpasst.

Wie bekomme ich USOs vollständigen Rider und das Pressekit?

Fordere den aktuellen technischen und den Hospitality-Rider, das Pressedossier und offizielle Dokumente über die Seite für Veranstalter an, oder schreib dem Produktionsteam an andrea.masciarelli@uso.swiss, um über deinen Termin, Veranstaltungsort und dein Programm zu sprechen.

Über den Autor

Arseniy Shkaptsov ist Gründer, Music Director, Dirigent und Arrangeur des United Soloists Orchestra. Ausgebildet in Moskau, am Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano und an der ZHdK in Zürich, hat er mit Mentoren und Künstlern wie Neeme und Paavo Järvi, Kurt Masur, Vladimir Ashkenazy, Ennio Morricone und Stefano Bollani gearbeitet. Er gestaltet USOs Programme, Arrangements und — zusammen mit dem Produktionsteam — den oben beschriebenen, selbst ausgestatteten Touraufbau.

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